Herzlich Willkommen in der Kategorie "Alltag mit Hund"
 

Wir wollen euch Wissenswertes verraten um den Alltag mit dem Hund entspannter zu gestalten. 

Bitte beachtet: Nicht jeder Tipp, passt zu jedem Hund. Wenn Ihr Hilfe braucht, dann wendet euch an einen kompetenten Trainer/in.

Viel Spaß beim Lesen und verarbeiten 😃

Impulskontrolle

Impulskontrolle ist die situative, aber bewusste und gewollte Unterdrückung der eigenen Gefühle und Handlungen. Es handelt sich also ganz klassisch um Selbstbeherrschung.

Im Alltag begegnet uns die Impulskontrolle öfter, als es uns tatsächlich bewusst ist. 

Hier sind ein paar Beispiele:

  • an der Leine gehen, im Bei-Fuß gehen …
  • Im Auto bleiben, wenn die Türe geöffnet wird…
  • Besuch mit weißer Hose kommt herein und der Hund springt den Menschen an….
  • den Wildtieren oder Haustieren hinterherschauen…
  • und noch vieles mehr…

Hier ein paar Ansätze um mit Reizen zu trainieren.

Dabei beachten wir, dass der Reiz nicht zu ablenkend für unsere Hunde ist. 

Vereinfache dem Hund das aushalten schwieriger (z.B. bewegende/intensive) Reize, indem du ihm ein Alternativverhalten anbietest.

Zum Beispiel: Sitzen statt hinterherrennen 

Warten in einer festen Position

Geduld ist das Stichwort... 

Hunde wie Menschen werden öfter schnell ungeduldig, wenn es nicht so weiter geht, wie man es möchte.

Daher ist es wichtig, dass man täglich übt geduldig und verständnisvoll zu bleiben. 

Bringe deinen Hund ins Sitz und belohne ihn mit mehreren   (4-8) Keksen hintereinander. 

Dann machst du eine kürzere Pause mit dem füttern. 

Achte darauf, dass du weiter fütterst, bevor dein Hund aufsteht und dich fragt wo der Keks denn bleibt.

Die Zeitabstände des Wartens könnt ihr dann nach Fortschritt eures Hundes verändern.

P.s. bei diesem Training arbeitet ihr auch automatisch an eurer Geduld. ✔️

 💛 Also ausatmen und Spaß haben! 💛

bewegende Spielzeuge

Die „Neugier“ wenn ein schneller Reiz vor uns und dem Hund vorbeihuscht, macht den Reiz interessant.

Außerdem ist ein schneller Reiz für den Hund auch genetisch interessant. Da kommt der Jagdtrieb heraus, der Impulse auslöst hinter dem Hasen herzurennen. Mein Ziel ist es: dass der Hund lernt, sich selbst und seine Impulse zu kontrollieren.

Starte zum üben mit deinem Hund im Sitz oder Platz und bewege leicht ein Spielzeug. 

Belohne das Gute Verhalten, das Warten in der festen Position. Jenachdem wie gut es klappt, kannst du das Spielzeug etwas mehr bewegen.

Gebe deinen Hund nach der Übung “frei“ für  eine Pause, indem er seinen Lernstress abschütteln / abschnüffel kann. 

Wiederhole die Übung regelmäßig und ihr werdet Fortschritte machen.

💚Halte die Augen offen für eure positive Veränderungen. 💚

wehende Blätter

Ein Spaziergang mit wehenden Blättern einer frischen Brise und einem Hund an der Leine kann zu einer Herausforderung werden.

Durch die Blätter (ein akiver Reiz) kommt stimmungsvolle Bewegung in das Team, wobei sich der Hund anstecken lässt. Der Hund befindet sich dann im Stressmodus und weiß selber nicht wie er die Situation meistern soll. Hier ist es rücksichtsvoll, wenn der Halter dem Hund hilft, was er stattdessen tun kann.

Ein Wunsch bleibt bei vielen Hundehaltern. Dass man einfach spazieren gehen kann, ohne dass der Hund die wehenden Blätter beachtet. Es kommt aber nicht von alleine.

>Denn vom Nix kommt Nix<

Um besser durch die Situation zu kommen, könnt ihr an der Impulskontrolle arbeiten.

Siehe Abschnitt bewegende Reize.

🧡 Bleibt dran, und es wird! 🧡

Warten bei "Essen"

Unseren Hunden fällt das abwarten in der Nähe von Lebensmitteln gar nicht so leicht.

Die Hoffnung stirbt zuletzt, dass man nicht doch etwas abkriegt.. 😊

Das Abwarten kannst du trainieren, indem du das geduldig bleiben belohnst. Überlege dabei gerne mit welcher Belohnung du deinen Hund belohnen möchtest.

Wenn du das Abwarten gut belohnt hast und der Hund es gut aushalten konnte, könnt ihr die Übung beenden.

Bei einer Übung mit Hundefutter könntest du am Ende dieses Futter frei geben. 

Dieses hätte einen zusätzlichen positiven Effekt.

💙 Da macht das Training doch gleich mehr Spaß! 💙

Regulierung am Wasser

Vor allem bei wasserliebenden Hunden wünschen wir uns, dass unsere Hunde Ansprechbar bleiben und nicht zu jeder Jahreszeit ins Wasser springen.

Denn wenn es kälter wird, kann man sich im Wasser schonmal verkühlen.

Bei meiner Hündin regele ich, dass im Wasser sein mit einem Signal "Ab ins Wasser" und beim rauskommen wende ich den trainierten Rückruf an oder sie kommt selber aus dem Wasser. Mit der Kommunikation kommen wir gut mit klar. 😊 Am Wasser verweilen ist und bleibt für Bella immer noch die schwierigste Aufgabe.

Aber nicht verzagen… eine Selbstregulierung bzw. sich selbst kontrollieren, ist erlernbar.

Allerdings lernen wir manches ein ganzes Leben lang. Ein Ausgleich zu schaffen ist da das wichtigste!

Klar darf der Hund auch mal Action in Wassernähe haben. Genauso wichtig ist aber auch, dass der Hund lernt ruhig zu sitzen, stehen oder liegen. An der Ruhe kann man trainieren durch Wiederholungen und eine ruhige Stimmung.

Setze dich mit deinem Hund ans Wasser und belohne ihn für das geduldige Warten. Mache dies in kurzen Abständen und dafür lieber öfter.

Gebe deinem Hund eine Position in der er weiß, was er tun kann. Zum Ende der Übung gebe deinen Hund "frei". Mit einer klaren Kommunikation fällt es dem Hund leichter. 

💞 Achtet aufeinander und passe die Übungen an euch an 💞

Warten bei hoher Erregung 

- zum Beispiel beim Spaziergangstart

"Wer kennt es nicht?" Man zieht sich an, leint den Hund an. Dann ist man soweit und öffnet die Türe... 

und der Hund sprintet raus nach dem Motto…

" Warum brauchst du denn so lange? Können wir jetzt endlich los? "

Diese Situation ist mir selbst gestern passiert und durch den Zug der Leine ist mir das was ich in der Hand hatte runtergefallen. Es ist nichts passiert aber unangenehm war es trotzdem.

Bella kann sich normalerweise gut regulieren, da bin ich froh, dass diese Situation nur alle paar Monate mal passiert. 

Beim Start des Spaziergangs ist es mir wichtig, dass der Hund sich erst auf meine Freigabe von der Türschwelle (Grenze) wegbewegt. Das Losgehen sollte auch bitte ohne Zug an der Leine von statten gehen.

Wie auch ihr dahin kommt ->

Vor dem Start:

  • Lasse deinen Hund vor der Türe warten.
  • Gebe deinem Hund beim warten ein Signal wie Sitz oder Platz.
  • Schaue vor dem Losgehen ob draußen Reize vorbeigehen.
  • Mache deinen Hund aufmerksam auf dich, sodass er orientiert ist.
  • Spreche ihn zum Losgehen an. 

Los gehts:

  • Nach dem Losgehen halte die Aufmerksamkeit des Hundes bei dir.
  • Belohne ihn für ordentliches losgehen und zusammen weiterlaufen.
  • Achte bei der Belohnung darauf, dass der Hund nicht zu hochgepuscht wird und dass er die Belohnung nicht in der höchsten Erregung bekommt.

Rituale und Grenzen helfen unterstützend im Alltag.

🤍Also überlege dir dein Ritual zum Losgehen!🤍

"AUS-geben" Signal

"Aus-geben" ein Signal welches man im Alltag anwenden kann. Beim Apportieren, auf dem Spaziergang (z.B Eicheln / Kastanien) und bei anderen Aufgaben.

Ein sanftes Loslassen und Zuhören ist vorteilhaft für eine gute Beziehung. 

Hat euer Hund eine schlechte Verknüpfung bzw. eine Futteraggression, dann solltet ihr auf Hilfe von Fachkundigen zurückgreifen. 🙏 

Es ist für mich ein wichtiges Signal. Mit diesem Signal kann ich ein faires Abgeben kontrollieren. Für uns ist das abgeben nichts Negatives /blödes.

Denn es kommt immer etwas Gutes oder besseres. 😊

-> Aber was ist das Aus-Signal eigentlich? Was möchte ich von meinem Hund? Was genau soll er tun? Was habe ich als Halter unterstützend zu tun?

Eine genaue Definition ist für das weitere Training ziemlich wichtig.

Meine Zieldefinition vom "Aus-geben Signal" ist wenn ich das Hörzeichen ausspreche, dass Bella ihr Maul öffnet und den Inhalt sofort loslässt.

Unser Trainingsweg: Bella darf die Kaustange (z.B. Rinderhaut) auf Erlaubnis nehmen, aber ich halte die Kaustange in der Faust. Auf das Hörsignal, fasse ich die Stange nach und belohne sobald sie von der Stange ablässt.

Dasselbe geht natürlich auch mit einem Spielzeug wie einem Strick oder Dummy. Bei Spielzeug kann der Hund respektvoller reagieren.

Sehr wichtig ist das Timing! Der Halter sollte jedes Ablassen von dem Gegenstand sofort belohnen.

Viel Freude beim weiterlesen 😊

Futter "Aus geben"

Bella freut sich immer über Training.

Wenn sie dann als Belohnung auch noch zusätzliche Kekse 🍪 kriegt findet sie das toll und ist hochmotiviert.

Sie hat das Prinzip verstanden. So können wir unsere Ablenkung erhöhen. 

So wie auf dem Bild Kaninchenhaut & Kaninchenohr 🐇.

Das Kaninchenohr fand sie aber irgendwie cooler als der Knusperkeks. Also durfte sie am Ende der Übung das Kaninchenohr knabbern.

Spielzeug "Aus geben"

Bella liebt es zu Apportieren. 🧡

Da ist mir ein Abgeben ohne Diskussion sehr wichtig. Es gibt Hunde die sehr fein im Maul sind. Da sind weichere Gegenstände zum "Aus-geben" für den Hund angenehmer.

Aus geben üben wir im Sitzen, im Stehen, im Gehen und im Laufen bei weiterer Ablenkung. Die Übung kann man nach dem Trainingsstand des Hundes anpassen.

Dafür ist es gut, wenn ihr genau wisst auf welchen Level euer Hund ist. Der Zustand auf dem euer Hund in einer Übung gerade ist. Wenn der Hund es nicht schafft, war es zu schwer.

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